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rPET

 

 

  

rPET von Frapak und FlexPET

Im September 2014 haben Frapak und FlexPET ein neues Werk eröffnet, in dem ein Produktionssystem eingesetzt wird, das eine automatische Zufuhr verschiedener Materialien möglich macht (hier wird dann festgelegt, ob 50% oder 100% rPET zum Einsatz gelangen).

Am neuen Standort wurden auch Testflaschen in einem Worst-Case-Szenario hergestellt: d.h. schwere Flaschen mit hoher Migration (100% rPET). Die Testflaschen wurden dann Intertek zugesandt, wo die Migration von Gefahrstoffen untersucht wurde. Das Ergebnis: die Migration erfüllt die neuen gesetzlichen Vorschriften (10/2011). Mindeststückzahl (MOQ) für rPET: 100.000.

  

Was ist rPET?

Bei rPET handelt es sich um recyceltes PET, das in der Regel aus Abfällen hergestellt wird. Im Jahr 2014 waren über 57 % aller PET-Flaschen in der einen oder anderen Weise bereits recycelt worden. Und von diesen 57 % werden mehr als 20 % für Flasche-zu-Flasche-Recycling verwendet. rPET zeichnen sich durch eine etwas andere Färbung aus als die üblichen PET-Flaschen.

Der Recycling-Prozess beginnt an den Sortierstellen, die gebrauchte Flaschen aus den verschiedenen Sammelsystemen annehmen und diese zu Bündeln sortieren, die dann ins Recycling gehen. Diese Bündel werden dann in einem Sortierzentrum oder einer Vorstufe des Prozesses des Recyclers nach Materialien sortiert. Verschiedene Firmen haben mechanische und chemische Prozesse entwickelt, um qualitativ hochwertiges Post-Consumer-Material (PCR) in rPET-Pellets- oder -Flocken zu recyceln.

 

Der Recycling-Prozess einer PET-Flasche

1. Sammeln: der Prozess beginnt mit dem Sammeln von PET-Flaschen in Bündeln.
2. Entbündeln: die gepackten Bündel mit komprimierten Flaschen werden in lose Flaschen aufgeteilt.
3. Sortieren: das Sortieren der Flaschen erfolgt entweder von Hand oder in einem automatisierten Prozess.
4. Shreddern: nach Farben sortierte PET-Flaschen werden in große Flocken geshreddert. 
5. 1. Trocken-/Nachreinigungsprozess: die Flocken werden in Wasser/Dampf gereinigt.
6. Mahlen: größere Flocken werden zu kleineren zermahlen.
7. Papier-/Kunststoff-/Metall-Separator: die Trennung erfolgt in einem Schwimmtank, wo die verschiedenen Materialien nach ihrer jeweiligen Dichte getrennt werden.
8. Heißwäsche der Flocken: hier werden Kleb- und Schadstoffe entfernt.
9. Trockner: nach den verschiedenen Wasch-Stufen werden die Flocken dann gründlich getrocknet.
10. Metalldetektor
11. Sortieren: das Sortieren der Flocken erfolgt hier mit optischen Systemen, also nach Farben. 

 

Die Test- und Versuchsreihen des PET-Recycling- Prozesses

Die EFSA (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) ist das Steuerungsorgan, das die Lebensmittelsicherheit in der Europäischen Union reguliert. Von der EFSA liegen positive Bewertungen und wissenschaftliche Beurteilungen zu einer Reihe von PET-Recyclingprozessen und -Unternehmen vor. Wer in der Lebensmittel- und Kosmetikbranche tätig ist, muss ein von der EFSA zertifiziertes Recycling-Unternehmen auswählen, das rPET-Produkte herstellt, die zu 100 % für Lebensmittel eingesetzt werden können

 

Die Probleme und Risiken von rPET

Chemische Kontamination: das Risiko einer Kontamination durch Chemikalien wird am Verarbeitungsstandort kontrolliert. Die Analyse wird an Labors wie z.B. Intertek in Auftrag gegeben, die durch spektrographische Analyse den Gehalt an Acetaldehyd, Methyldioxolan, Ethylenglycol und Limonen bestimmen.

Mechanische Defekte: Aufgrund des niedrigeren IV-Wertes kann es sein, dass die Schlagfestigkeit und die vertikale Beladefähigkeit (von oben) beeinträchtigt werden.

Kosmetische Verunreinigungen: diese lassen sich während der Testläufe der verschiedenen rPET-Materialien feststellen, wenn die Vorformen und Flaschen auf Klarheit und schwarze Stellen untersucht werden. 

 

Post-Consumer Regrind (PCR) vs. Post Industrial Regrind (PIR)

Recycling-Verarbeitungsunternehmen beziehen ihr Material in der Regel aus der Abfallentsorgung, wo Flaschen selektiert und sortiert werden. Dieser Vorgang trägt die Bezeichnung "Post Consumer Regrind". Eine andere Möglichkeit besteht darin, das Recyclingunternehmen mit Industrieabfall zu versorgen. Industrieabfall besteht auch aus PET-Produkten (Flaschen), die während des Herstellungsprozesses als Ausschuss bewertet wurden und die weder befüllt noch ausgeliefert wurden – z.B.

Flaschen aus der Hochfahrphase der Maschine. Post Industrial Regrind (PIR) ist daher der sauberst mögliche Abfall, da er noch nie verwendet/befüllt wurde. Dabei sind Flaschen aus PIR reiner als solche aus PCR. PIR rPET steht nur in begrenztem Umfang zur Verfügung.